Projektzeitenerfassung

Projektzeitenerfassung ganz einfach und genau

FengOffice ermöglicht die genaue Zuordnung von geleisteten Arbeitsstunden zu einzelnen Aufgaben

Kennen Sie das? Sie arbeiten gleichzeitig an mehreren Projekten und wollen oder müssen anschließend festlegen, für welches Projekt Sie wie viel Zeit aufgewendet haben. Es beginnt eine mühsame Abschätzerei und ein ungutes Gefühl im Magen. Denn es gilt der Grundsatz: „Behandle jedes Projekt so, wie auch du behandelt werden willst“, also fair. Und es ist nur fair, wenn bei jedem Projekt die tatsächlich geleistete Arbeitszeit berechnet wird.

Ich selbst hatte das Problem, dass sich aufgrund Umstrukturierungen in meinem Büro nun die Projektzeiten zur genauen Abrechnung erfassen muss. Das war bis dato nicht notwendig gewesen und bislang arbeitete ich mit dem Projektmanagement-Tool „Meistertask“, mit dem ich auch sehr zufrieden war. Über Meistertask habe ich mich in diesem Blog bereits ausführlich und positiv ausgelassen. Die Überraschung kam, als ich nun die einzelnen Projektzeiten für die Abrechnung zusammenstellen und exportieren wollte. Die ausgegebenen Zahlen waren völlig unbrauchbar. Selbst Excel konnte mir nicht mehr weiterhelfen. Daher musste dringend eine andere Lösung her. Ich versuchte mehrere Tools, und fand durch Zufall die Möglichkeit, auf meinem Server das Open-Source-Programm »FengOffice« zu installieren.

Übrigens:
Zu FengOffice geht es hier lang: FengOffice

Seit rund einem Monat arbeite ich damit und bin sehr zufrieden. Das ist Anlass genug, die Leistungsfähigkeit und die Einfachheit des Programms näher zu erläutern. Geeignet ist das Programm sowohl für »Einzelkämpfer«, als auch für ganze Teams. FengOffice ist sehr mächtig; es spielt seine Stärke im Berichtswesen aus. So können nicht nur die Arbeitszeiten pro Projekt ermittelt werden. FengOffice kann umgekehrt auch die Arbeitsstunden auflisten, die jeder Mitarbeiter geleistet hat. FengOffice bietet auch CRM-Funktionen, das bedeudet, dass Aktionen, E-Mails, Dokumente usw. sowohl den Projekten als auch Kunden zuordnen können.
Die Projektzeitenerfassung benötige ich hauptsächlich als Journalist. Da mein Einkommen als Journalist derzeit überschaubar ist, möchte ich dementsprechend meine Ausgaben ebenfalls überschaubar halten. Soweit zu meiner Motivation, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Meine Installation bei mir im Büro hat allerdings eine Schwäche, auf die ich am Schluss noch eingehen werde. Eine Lösung hierzu habe ich noch nicht gefunden.

Beim Start meldet sich der User mit seiner Kennung an.

Anmeldebildschirm FengOffice

Anschließend gelangt der User auf eine Übersichtsseite, wie in der nächsten Abbidung dargestellt.

Übersicht über alle Bereiche

Links stehen die Projekte bzw. die sogenannten Arbeitsbereiche, rechts im Hauptteil befindet sich oberen Bereich eine Kalenderübersicht und darunter Themenfelder mit Aktivitäten, verspätete, offene oder noch zu beginnende Aufgaben. In der obersten Zeile befinden sich die Hauptaktionen, die man wählen kann. Das sind neben der Übersichert, in der man sich befindet, folgende Elemente:
• Notizen
• E-Mail
• Kontakte
• Kalender
• Dokumente
• Aufgaben
• Links
• Zeit und
• Berichte

Ganz oben rechts gelangt man über »Administration« in die zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten.

Umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten

In der Regel konfiguriert man alles einmal und benötigt diese Schaltflächen nie wieder. Den Schwerpunkt möchte ich auf nun auf die Projektverwaltung legen.
Links sieht man die Arbeitsbereiche, die man manuell anlegen kann. So laufen bei mir die Gutachtertätigkeiten als Bauingenieur unter »Projekte« und die journalistischen Artikel unter »Journalismus«. Diese Unterscheidung ist mir völlig ausreichend. Unter E-Mails habe ich meine E-Mail – Accounts eingerichtet. Logisch, dass mein Journalistenpostfach (frj@uwejohen.de) alles direkt in den Journalismus-Arbeitsbereich leitet.

Unter Kontakte sind meine Auftraggeber und Kunden eingerichtet und den Arbeitsbereichen zugeordnet. So existieren unter dem Arbeitsbereich beispielsweise das »Wochenblatt« als Firmenkunden. Die Redakteure – meine Auftraggeber – sind dieser Firma zugeordnet.

Kontaktpersonen anlegen

 

 

 

 

 

 

Kontakt einer Firma zuordnen

Der Workflow

Im Arbeitsbereich »Journalismus« rufe ich die E-Mails ab. Darunter befindet sich hoffentlich ein neuer Auftrag des Redakteurs. Im nächsten Schritt lege ich eine neue Aufgabe an, bei dem ich mir als Starttermin den Ortstermin setze. Zugehörig zu dieser Aufgabe kann ich beliebig viele Unteraufgaben anlegen. Das könnte so aussehen:

  • Aufgabe über einen Bericht der Caritas »Krankenhaus und Inklusion«, Ortstermin am 31.01.
  • Unteraufgabe: Vorfeldrecherche: Starttermin sofort, Endtermin 31.01.
  • Unteraufgabe: geschossene Fotos sortieren, nachbearbeiten, auswählen
  • Unteraufgabe: Text verfassen
  • Unteraufgabe: Endkontrolle, Dateiversand

Am Arbeitsplatz lassen sich die einzelnen Aufgaben aufrufen. Sobald ich die Aufgabe starte, klicke ich auf »Arbeitszeit erfassen« und FengOffice beginnt ein Timetracking. Die Aufgabe kann jederzeit unterbrochen werden oder beendet werden. Damit ist aber nicht die Aufgabe beendet, sondern das Timetracking. Starte ich das Timetracking erneut, zählt es als neue »Positionsnummer« die neue Zeit hinzu. So lässt sich überprüfen,
a) wie oft wurde die Aufgabe beendet und wieder gestartet oder
b) wie viele Störungen gab es. Denn wenn die Arbeit als unterbrochen gekennzeichnet wurde, wird die Unterbrechungszeit auch aufgezeichnet. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, alle Störungen zu erfassen. Ist der Arbeitsfortschritt zu langsam und die Störungen zu viel, kann man sich Gedanken über andere Organisationsformen machen.
Alle Schritte innerhalb der Aufgabe lassen sich zudem kommentieren.

Zeiterfassung während der AufgabenbearbeitungIst eine Aufgabe abgeschlossen, wird diese als »Beendet« markiert. FengOffice erinnert den User höflich an noch nicht abgeschlossene Aufgaben. Noch höflicher ist er, wenn diese über den Fertigstellungstag hinaus noch nicht erledigt sind. In der Übersichtsseite werden diese zuerst aufgelistet. Durch das Beenden der Aufgabe verschwindet die Aufgabe aus der Übersichtsseite.

Erstellte und an den Kunden zu sendende Dokumente kann ich nun auf zu FengOffice hochladen und diese mit dem Arbeitsbereich und den Kontakten verknüpfen.

Dokumente, arbeitsbereichbezogen zugeordnet

 

Auswertung

Das Berichtswesen ist sehr umfangreich. Im Prinzip lässt sich alles auswerten, was man sich nur ausdenken kann, was ausgewertet werden könnte. Da das Berichtswesen frei konfigurierbar ist, lassen sich die Auswertungen hervorragend an die individuellen Bedürfnisse des Users anpassen.

Benutzerdefinierte Berichte bearbeiten

Über den Standardbericht erhält man die geleistete Arbeitszeit der entsprechenden Aufgabe.

Komplexe Aufwandsauswertung aller Aufgaben

 

Umfassende Berichterstellung mit Aufwandserfassung

 

 

 

 

 

 

Eine Schwäche habe ich bei FengOffice gefunden. Theoretisch ließen sich verschiedene Stundensätze konfigurieren. Diese werden jedoch nur in »$« angezeigt. Ein Umstellungsmöglichkeit in »Euro« oder in anderen Währungen habe ich bislang nicht gefunden. FengOffice ist allerdings OpenSource. Daher sollte es eigentlich möglich sein, andere Währungen einzufügen. Vielleicht besitzt eine neuere Version bereits diese Möglichkeit. Ich selbst brauche die Funktion jedoch nicht, da FengOffice für mich keine Stundensätze hinterlegen soll. Mir persönlich ging es um die Projektzeitenerfassung. Und da fühle ich mich rundum gut aufgehoben.

Zur Installation

FengOffice benötigt einen Apache HTTP Server mit PHP- und MySQL-Unterstützung. Für einen Nicht-IT-Experten klingt das kompliziert, ist es aber nicht. Das lässt sich auf einem PC einfach mit XAMPP einrichten und Sie können mit einem Mausklick einen voll konfigurierten PHP-Server installieren. (Download beispielsweise unter http://www.chip.de/downloads/XAMPP_22023279.html). Ein Tutorial für XAMPP finden sie hier: http://praxistipps.chip.de/xampp-installieren-und-einrichten-ein-tutorial_32258
Soll FengOffice für ein gesamtes Büro mit mehreren Arbeitsplätzen und Mitarbeitern eingesetzt werden, muss sowohl der Apache-Server als auch Fengoffice zentral auf einem Server installiert werden. Ich selbst verwende einen QNAP-NAS-Server. Auf diesem läuft PHPMyAdmin und darüber war das Anlegen einer SQL-Datenbank genau ein Mausklick. Schließlich bin ich »nur« ein Bauingenieur und kein IT-Experte. FengOffice stand bereits als App auf dem Server zur Installation bereit. Während der Installation gibt man den Namen der Datenbank sowie das für die Datenbank vergebene Passwort an und die Installation ist erledigt. Von allen Geräten innerhalb meines Netzwerkes besteht nun Zugriff auf FengOffice.

Haben Sie Fragen zu dem Artikel oder benötigen Sie nähere Informationen?
Gerne! Schreiben Sie mir doch eine E-Mail.
Hier nochmals die Adresse frj@uwejohnen.de

Just-do-it-Projekte mit Kanban

Umgang mit den verflixten “Just-Do-It”-Projekten

Kanban-Projektmanagement ist die Lösung

Vor ein paar Jahren hatte ich auf meinem iPad ein Projektmanagement-Tool, das ohne Gantt-Diagramme arbeitete. Dabei konnte ich mir damals ein Projektmanagement ohne Gantt gar nicht vorstellen (siehe den dazugehörigen Beitrag über Gantt-Projekte). Das Prinzip der neuen App: Kanban im Projektmanagement. Sie arbeitete mit drei Spalten und Notizzettel, die frei innerhalb der drei Spalten hin- und hergeschoben werden konnten. Die Überschriften dieser Spalten: “Noch zu erledigen”, “In Bearbeitung” und “Erledigt”. Damals konnte ich überhaupt nichts diesem Programm anfangen. Diese App benutze ich nicht mehr, das Kanban-Projektmanagement durchaus. Die Art meiner Projekte hat sich nämlich komplett gewandelt und nun macht diese Art Projektmanagements absolut Sinn!

Just-Do-It-Projekte, was ist das?

Heute leite ich nicht mehr zwei oder höchstens drei komplexe Projekte, sondern zahlreiche kleine Projekte, deren einzelnen Arbeitspakete zeitlich nicht so exakt zu planen sind. Bei diesen Projekten gilt es mehr oder weniger routiniert gewisse Arbeitsabläufe der Reihe nach abzuarbeiten und vor allem dabei nicht die Übersicht zu verlieren. Bei welchem Projekt kommt was als nächstes? Diese Projekte nenne ich “Just-Do-It-Projekte”. “Just-Do-It” steht für “einfach machen!” Keine Marktanalyse, kein Kostenplan, kein Controlling! Für diese “Just-Do-It-Projekte sind die Gantt-Softwareprogramme viel zu kompliziert und schlichtweg überflüssig.

Just-Do-It-Projekte sind einfach

Just-Do-It-Projekte sind, wie alle Projekte, durch ein konkretes Ziel, Projektstart und Projektende, Zeit, Kosten und Qualität definiert. Doch die Arbeitsabläufe bzw. die Arbeitspakete innerhalb des Projektes sind nicht eng miteinander verknüpft. Meist hat man als Projektleiter viele solcher Projekte, um die man sich gleichzeitig kümmern soll. Meiner Meinung nach sollte man in diesem Falle auch nicht die Position als „Projektleiter” benennen, sondern als „Kümmerer”. Und genau deswegen sind diese Just-Do-It-Projekte doch nicht einfach. Denn der „Kümmerer” muss zwangsläufig viele Arbeitspakete auf den Schirm haben, um die er sich als nächstes zu kümmern hat.

Projektmanagement von “Überall”

Kennen Sie das? Sie laufen den Büroflur entlang, ein Kollege kommt entgegen und frägt: „Wie weit sind wir beim Projekt Nevada? Du musst dich noch unbedingt darum kümmern, dass die Seitenlinie konstruktiv verstärkt wird.“ Sprach es, und läuft weiter. Bis man in sein Büro angelangt ist, sind Sie mindestens fünf Kollegen begegnet, die Ihnen auf dem Flur zusätzliche Aufgaben mit auf den Weg gegeben haben, um die Sie sich kümmern sollen. Da bleibt was auf der Strecke! Mir geht das so, dass ich nachts aufwache und mir verschiedene Dinge einfallen, um die ich mich noch kümmern wollte. Wenn ich mir das nicht sofort aufschreibe, werde ich das wieder bis zum Morgen vergessen haben.

Letztes Jahr hatte ich mir alles notiert – und mich schließlich verzettelt. Es waren zu viele Zettel und Notizen. So funktioniert das nicht.

Meine Lösung heute: Kanban-Projektmanagement in der Cloud. So kann ich von überall und jederzeit Aufgaben in das Projekt speichern. Da mein Smartphone nachts auf dem Nachttisch liegt, muss ich nicht einmal mehr schreiben, sondern diktiere es einfach in das Projekt hinein, wenn mir nachts noch etwas einfällt. Tagsüber habe ich dann im Büro die aktuelle Liste verfügbar.

Welche Möglichkeiten bieten Kanban-Projektmanagement – Tools?

Ich arbeite hauptsächlich mit zwei Systemen. Ein System, „Meistertask“ ist ein klassisches Kanban-System. Das zweite System ist ein einfaches To-Do – Listenverwaltung für die vielen kleinen „Just-Do-It – Aufgaben, die nicht zu einem größeren Projekt gehören. Solche To-Do – Listenverwaltungsprogramme gibt es viele und die Leistungsfähigkeiten untereinander sind ähnlich. Mir persönlich ist Todoist am sympathischsten.

Was leisten diese Systeme?

Prinzipiell stehen sowohl für Meistertask als auch für Todoist für alle Plattformen wie Windows, IOS usw. einfache Apps zur Verfügung.

Meistertask ist bereits in der kostenlosen Version sehr leistungsstark.

Willkommensbildschirm "Meistertask"
Willkommensbildschirm “Meistertask”

Nach erfolgter Registrierung bei Meistertask können die Projekte angelegt werden.

Schnell und einfach Projekte anlegen

In der linken Spalte unten auf das “+” klicken, ein Projektnamen eingeben und das war es schon. Klickt man nun auf den nun erstellen Projektnamen, erhält man einen Blick auf das Kanban-Prinzip.

Meistertask - Projekte anlegen und Arbeitspakete verwalten
In Meistertask Projekte anlegen und Arbeitspakete nach dem Kanban-Prinzip bearbeiten

 

 

 

 

 

Sinnvollerweise legt der Projektmanager seine Arbeitspakete in der Spalte “Offen” an und schiebt sie im Laufe der Projektbearbeitung in die Spalte “In Arbeit” und schließlich in die Spalte “Erledigt”. Während ein Arbeitspaket bearbeitet wird, kann dazu eine Zeiterfassung erfolgen, wenn das zuvor im Konfigurationsmenü aktiviert wurde.

Meistertask - Checklisten anlegen und veralten
Meistertask – Checklisten anlegen und verwalten

In Meistertask stehen zahlreiche Tools zur Aufgabenbearbeitung zur Verfügung, beispielsweise eine Zeiterfassung oder wie hier abgebildet eine Checklistenverwaltung.

Diese Checklisten stehen global für das gesamte Projekt zur Verfügung und können standardisiert in die einzelnen Arbeitspakete eingefügt werden.

Für eine globale Projektbearbeitung mit mehreren Teammitgliedern besteht die Möglichkeit, Teammitglieder in das Projekt einzuladen. Jedes Projekt-Mitglied hat die Möglichkeit, Arbeitspakete zu bearbeiten. Durch das Kanban-Prinzip kann jedes Mitglied auf einfache Art und Weise dem Team zeigen, wo das Arbeitspaket gerade steht. Ein Datenaustausch ist ebenfalls integriert, denn in den einzelnen Arbeitspaketen können Dokumente in die Cloud geladen und dort wieder für alle Teammitglieder abgerufen werden.

Meistertask - Abgeschlossenes Arbeitspaket
Meistertask – Abgeschlossenes Arbeitspaket

Wenn die Arbeitspakete in die Spalte “Erledigt” geschoben wurden, können diese noch als “Abgeschlossen” definiert werden. Zahlreiche Auswertungen sind nun möglich.

Die Arbeitspakte “verschwinden” aus der Übersicht, wenn sie per Mausklick archiviert werden. Erst im Archiv können sie entweder endgültig gelöscht oder wieder zurückgeholt werden.

 

Meistertask - Tätigkeitsprotokoll
Meistertask – Tätigkeitsprotokoll

 

 

Meistertask ist ein Meister des Protokollierens. Jede Aktivität wird protokolliert und kann jederzeit abgerufen werden. Das ist eine weitere nützliche Funktion, um den Projektfortschritt zu überwachen.

Einfache ToDo-Listen sind in anderen Plattformen besser aufgehoben

Wenn es nur um ganz einfache “Zu erledigen” Aufgaben geht, nutze ich eine zweite Plattform. Lange konnte ich mich nicht zwischen “Wunderlist” und “Todoist” entscheiden. Aufgrund der Struktur und der Verfügbarkeit von Apps ist die Entscheidung für Todoist gefallen. Für Todoist existieren zahlreiche Apps für die gängigen Betriebssystem wie Windows, IOS usw. Auch gibt es zahlreiche Plug-Ins, beispielsweise für die nahtlose Einbindung in Outlook. Eine spezielle App lässt auch die Nutzung mit meiner Pepple Smartwatch zu. Für erstellte Einkaufslisten – ideal!

Gegen das Vergessen bei Klein-Klein-Projekte helfen einfache ToDo-Aufgabenmanger. Auch hier gilt: Befinden sie sich in der Cloud, ist ein Zugriff von jedem beliebigem Gerät möglich. Sogar Smartwatches können aktiv und sinnvoll genutzt werden.Wie man sieht, ist Todoist deutlich schlichter als Wunderlist aufgebaut. Ohne Willkommensbildschirm, sofort hinein ins Geschehen hat man einen Überblick über alle Projekte. Diese lassen sich untergliedern und verschiedenartig markieren. Mir gefällt die Einfachheit und die Integration in Outlook besonders gut.

Fazit

Gantt-Projektmanager sind nicht für alle Projekte optimal. Eine gute Alternative bieten Kanban-Projektmanager, vor allem dann, wenn sie Projekte in einer Cloud verwalten. Das Projektteam kann jederzeit und von jedem beliebigem Gerät einfach darauf zugreifen und andere Projektmitglieder sind sofort in Echtzeit informiert, sollte sich am Projektstatus etwas ändern.

 

Projektplanung mit Low-Budget

Projekte sind sinnvoll in zeitlicher Reihenfolge zu planen und die Kosten richtig abzuschätzen und zu überwachen. Gantt-Charts sind oftmals eine äußerst beliebte Methode, Projektabläufe grafisch aufzubereiten.

Ein Gantt-Diagramm (oder Balkendiagramm) ist ein Instrument des Projektmanagements, das die zeitliche Abfolge von Aktivitäten grafisch in Form von Balken auf einer Zeitachse darstellt.

Gannt-Chart, erstellt in Microsoft Excel

Gantt-Diagramme vs. Netzpäne

 

Im Vergleich zu Netzplänen bieten Gantt-Diagramme einige Vorteile. So wird die Dauer der Aktivitäten durch Balkenlängen sichtbar wiedergegeben und es können Ende-Start-Beziehungen auch im Verlauf einer Aktivität angesetzt werden.

Nachteilig am Gantt-Diagramm ist, dass mit ihm im Unterschied zum Netzplan die Abhängigkeiten zwischen Aktivitäten nur zeitbezogen dargestellt werden können.

Eine etwas andere aber mit mehr Informationen versehene grafische Darstellung ist die Darstellung als PERT-Diagramm.

Pert Chart, erstellt in Excel

Gantt-Diagramme mit Software erstellen

Softwaretechnisch wird zur Erstellung von Gantt-Diagrammen gerne das Programm Microsoft Project verwendet. Es gibt eine Vielzahl von weiteren Softwareschmieden, die sich dem Thema Projektmanagement und Gantt-Charts verschrieben haben. Mitunter sind diese Programme recht teuer, aufwendig zu erlernen, und Firmen, Planungsbüros und Projektverantwortliche entscheiden sich oft gegen solche Software.

 

Die Vorteile von Softwarelösungen liegen auf der Hand. Es können die Aufgaben und die notwendigen Arbeitsschritte eingegeben, mit einer Zeitdauer versehen und untereinander so verknüpft werden, dass sie zeitlich sinnvollerweise zueinander passen.  Entweder hintereinander oder parallel oder in einem gewissen zeitlichen Abstand. Änderungen im Projektplan werden automatisch neu berechnet. Ressourcen und Kosten können erfasst und überwacht werden.

Softwareunterstützung zur Gantt-Diagramm-Erstellung

Die Leistungsfähigkeit von Microsoft Project ist enorm. Es können Ressourcen, Kosten, Stundensätze, usw. hinterlegt werden. Solche professionellen Programme sind dazu ausgelegt, dass ganze Teams auf einen Ressourcenstamm zugreifen können.

Das Problem ist, dass oftmals die Anschaffung eines solchen Softwareprogramms als nicht notwendig angesehen wird. Die Kosten sind relativ hoch, die Einarbeitungszeit relativ lang und aufwändig.

Wenn einfache Projekte abgearbeitet werden, ist ein Programm wie Microsoft Project oftmals tatsächlich zu komplex und zu teuer. Dann wird auf eine Standardsoftware wie beispielsweise Microsoft Excel ausgewichen, was aber wieder zu Problemen führt, denn es bedarf tiefgreifende Excel-Kenntnisse, um komplexe Projektabläufe als Gantt-Diagramme darstellen zu können. Mitunter sind sogar Programmierkenntnisse erforderlich. Excel ist ein durchaus geeignetes Programm, bedarf aber letztendlich einer genauso viel Zeit für die Einarbeitung und für Programmierarbeit wie die Einarbeitung in ein Programm wie Microsoft Project.

Erstaunlicherweise ist nur wenigen bekannt, dass Gantt-Programme auch als Freeware zur Verfügung stehen. Beispielsweise das Programm GanttProject: Es ist einfach im Internet zu finden und downzuloaden, z.B. bei Chip.de.

Die Leistungsfähigkeit von GanttProject ähnelt der von Microsoft Project. Für meine Projekte, die ich als Projektleiter bearbeitet hatte, war GanttProject zum Teil besser geeignet als Microsoft Project, denn GanttProject besaß genau die Funktionalität, die ich benötigte. Nicht mehr und nicht weniger. Ich konnte mich daher genau auf das konzentrieren, was notwendig war und ich wurde nicht durch weitere, für mich nicht notwendige Funktionalität abgelenkt.

GanttProject als kostenlose Alternative

In GanttProject können die Arbeitsabläufe miteinander verknüpft werden und die Zeiten werden automatisch berechnet. Es können Ressourcen und Kosten hinterlegt werden. Die Reporting-Funktionen sind völlig ausreichend, um das Projekt in Qualität, Kosten und Zeit zu verfolgen.

Gannt-Chart mit der Freeware-Software “Gannt-Project”
  • Meilensteine: Meilensteine definieren ist möglich und werden als Meilensteine und nicht als Balken angezeigt
  • Ressourcen: Ressourcen können angelegt und separat deren Auslastung in [%] und sogar von Microsoft Project importiert werden.
  • Flexible Datenverwaltung: Es können eigene Felder zu den einzelne Aufgaben bzw. Arbeitsschritte definiert werden. So ist es möglich, beispielsweise Fix- und flexible Kosten den einzelnen Aufgaben zuzuordnen.
  • Verfolgung des Projektfortschritts: Der Projektleiter kann sog. Basispläne abspeichern. Der eigentliche Projektfortschritt wird durch den Projektleiter verfolgt und dieser kann den Projektfortschritt mit den Basisplänen vergleichen. Abweichungen sind sofort sichtbar.
  • Kritischer Pfad: Der kritische Pfad ist derjenige Pfad, der bei Verzögerungen innerhalb des Projektablaufes dafür sorgt, dass der Endtermin gefährdet ist. Die Aufgabe eines Projektleiters ist es, ein besonderes Augenmerk auf den kritischen Pfad zu werfen. GanttProject ist in der Lage, diesen zu berechnen und anzuzeigen.

Die Ausgabe erfolgt weder grafisch oder als Report im HTML- oder PDF-Format. Außerdem können die Daten als plattformunabhänges XML-Datenformat gespeichert werden.

 

Exportfunktion von GanttProject

Fazit: Für kleinere Projekte ist GanttProject eine kostenlose vollwertige Alternative zu Microsoft Project und ein Programm, mit dem ich immer wieder gerne gearbeitet und mit dem ich einige Projekte bearbeitet habe.

Weiterführende Links